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Lieferantenbewertung: 10 Dinge, die ich an dir hasse

„Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.“ Dieses Zitat von Friedrich Schiller ist zugegebenermaßen ein bisschen in die Jahre gekommen, aber die Botschaft, die darin steckt, trifft noch immer den Nagel auf den Kopf. Oft sind Partnerschaften historisch gewachsen und funktionieren seit Jahren mehr oder weniger gut. So sind beispielsweise gefestigte Lieferantenbeziehungen für Unternehmen oft ein entscheidender Erfolgsfaktor. Doch selbst wenn eine solche Verbindung schon lange besteht, heißt das nicht zwingend, dass sie auch immer fehlerfrei funktioniert.

Weltweit befinden sich alle Branchen durch die digitale Transformation in einem rasanten Wandel. Altbewährte Strategien und Konzepte müssen überdacht und Kunden noch stärker in den Fokus gerückt werden als jemals zuvor. Um mit all diesen Veränderungen und Herausforderungen Schritt halten zu können, müssen Prozesse und Wertschöpfungsketten automatisiert werden. Wer darauf nicht reagiert und digital wird, der wird es am Ende nicht schaffen, mit diesem dynamischen Markt mitzuwachsen. Und das gilt nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Lieferanten und Zulieferer. Vielleicht haben Sie ja schon bemerkt, dass Ihr Lieferant da gerade an seine Grenzen stößt? Dass er den Anforderungen nicht mehr gerecht wird und sich immer mehr Fehler und Probleme in Ihre „Beziehung“ einschleichen? Gibt es sogar Punkte, die Sie hassen?

Uns fallen da schon mal 10 Dinge ein, die Sie hassen könnten:

  1. Standorte

    Ihr Lieferant ist nur an ein oder zwei Standorten ansässig und bei Bedarf nicht schnell genug bei Ihnen vor Ort. Eine internationale Ausrichtung mit einem starken globalen Netzwerk fehlen, sodass Ihre Produktionsstätten im Ausland von den Entwicklungsbüros oder Fabrikationsstätten Ihres Lieferanten nahezu abgeschnitten sind.

  2. Kompetenz

    Ihrem Lieferanten fehlen ein umfangreiches Expertenwissen und Erfahrung, aus denen er schöpfen kann, weil er ähnliche Projekte noch nicht umgesetzt hat. Er ist nicht in der Lage, auftretende Probleme oder Hindernisse eigenständig zu lösen und Sie müssen ihm regelmäßig zur Seite stehen. Zusätzlich wiederholen sich immer wieder die gleichen Fehler. Wahrscheinlich fehlt ihm einfach das technische Know-how, um flexibel und lösungsorientiert zu arbeiten. Weiterhin sind seine Fertigungsverfahren und Prozesse nicht auf dem neusten Stand der Technik und er ist nicht gewillt oder in der Lage, seine Qualifikationen zu erweitern, um für die Zukunft besser aufgestellt zu sein.

  3. Leistungsspektrum

    Das Leistungsportfolio Ihres Zulieferers ist sehr eingeschränkt und Sie müssen sich immer wieder andere Partner mit ins Boot holen, um Projekte optimal abzuwickeln und auftretende Probleme zu lösen. Ihr Dienstleister nicht in der Lage, dauerhaft allen Anforderungen gerecht zu werden, weil er kein Full-Service-Anbieter ist. Er ist sehr spezialisiert und kann nicht auf ein firmeneigenes Netzwerk aus anderen Fachabteilungen zugreifen, um Ihnen weitere Leistungen innerhalb des Projekts anzubieten.

  4. Innovationen

    Sie würden sich wünschen, dass Ihr Lieferant Sie mehr inspiriert. Wollen Unternehmen am Markt bestehen, müssen sie innovativ sein. Fortschrittliche Weiterentwicklungen von Materialien, Produkten oder Produktionsverfahren sind für Unternehmen also essentiell, um für die technologischen Herausforderungen der nächsten Jahre gerüstet zu sein. Doch leider sind immer SIE der Treiber, wenn es um neue Ideen und innovative Lösungen geht.

  5. Kommunikation

    Eine funktionierende Kommunikation zwischen Ihnen findet nicht statt. Sie erhalten wichtige Informationen zu spät. Außerdem fehlen bei Ihrem Lieferanten klare Regelungen, wer für was verantwortlich ist und Sie über Lieferengpässe, technische Probleme oder eventuelle Mehrkosten informiert. Daraus resultieren immer wieder Missverständnisse, die die Zusammenarbeit belasten. Für die Kommunikation rund um alle Prozesse des Projekts fehlt ein Kommunikations-Tool oder ein System, womöglich wird sogar noch mit Excel-Tabellen gearbeitet. Wie oft hören Sie den Satz „Ach… Wenn ich das gewusst hätte…“? Darüber hinaus werden Dinge, die schief oder schlecht gelaufen sind, nicht proaktiv angesprochen, sondern verschwiegen.

  6. Projektmanagement

    Um große Projekte abzuwickeln braucht es ein hohes Maß an Kompetenz im Bereich Projektmanagement und Projektkoordination. Abläufe müssen exakt geplant werden, um die Qualitätsstandards einzuhalten und frühzeitig Fehler oder Optimierungspotential zu erkennen. Doch die beste Planung ist wertlos, wenn nicht alle Projektverantwortlichen von Anfang an involviert werden. Organisatorische Fragen müssen beachtet und geklärt werden. Es müssen Zuständigkeiten verteilt, Arbeitspakte definiert und Projektdokumente erstellt werden. Auch hier ist eine Automatisierung der Prozesse hilfreich und wichtig.

  7. Zuverlässigkeit

    Sie würden Ihren Lieferanten gerne als Partner auf Augenhöhe erleben, der seinen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg leistet, doch leider merken Sie immer wieder, dass Sie sich einfach nicht auf ihn verlassen können. Er leistet keinerlei Beitrag zur Optimierung und es mangelt an Flexibilität. Er hält Termine und Deadlines nicht ein. Vielleicht stellt sich auch heraus, dass er Ihnen etwas zugesagt hat, was er gar nicht leisten kann, weil er weder die Kapazitäten noch das Know-how dafür hat – sei es die Entwicklung eines Produktes, eine Steigerung der Produktion oder bestimmte Lieferfristen.

  8. Zertifizierungen

    Es fehlen notwendige Zertifizierungen. Eine langfristige Zusammenarbeit sollte mindestens nach DIN EN ISO 9001 geregelt sein. Sie dient zur Qualitätssicherung. Doch es gibt noch viele weitere Zertifizierungen und Akkreditierungen, die ein Lieferant haben sollte, wenn er z.B. für einen OEM tätig werden will. Diese sind oft sehr kostspielig und gerade kleinere Lieferanten können sich diese nicht leisten.

  9. Dokumentation

    Bevor Sie überhaupt mit der Produktion beginnen, gibt es einen Berg an Informationen, Spezifikationen und natürlich auch Verträgen, die die Basis der Zusammenarbeit bilden. Für die Projektdokumentation gelten verbindliche Gesetze, Richtlinien und Normen. Sie stellen u.a. sicher, dass Qualitäts- und Produkt-standards erfüllt wurden. Am Ende eines Projekts bekommen Sie aber leider nicht alle produktrelevanten Zeugnisse, Zertifikate, Protokolle oder Prüfberichte von Ihrem Lieferanten und Sie müssen regelrecht darum kämpfen – oder die gelieferten Dokumente entsprechen nicht Ihrem Standard und müssen immer nochmals korrigiert und überarbeitet werden.

  10. Mehrwert

    Es gibt Fähigkeiten und Einstellungen, die man in einer professionellen Zusammenarbeit einfach voraussetzt, die aber nicht unbedingt für jeden selbstverständlich sind. Sie bringen allerdings in jeder Geschäftspartnerschaft einen deutlichen Mehrwert und erleichtern das geschäftliche Miteinander. Flexibilität, Belastbarkeit und Engagement sind allerdings Dinge, die Ihr Lieferant leider nicht vorweisen kann. Außerdem kann von Kundenorientierung und Service keine Rede sein und es kommt regelmäßig zu Ärger und Missverständnissen, weil Ihre Vorstellungen einer reibungslosen Zusammenarbeit sehr weit auseinander gehen. Dann kann das nicht der optimale Partner für Sie sein. 

Wenn Sie in einem oder sogar mehreren Punkten Ihren Lieferanten wieder entdeckt haben und Sie sich jetzt fragen, warum Sie eigentlich nicht frei nach Schiller versuchen sollten, ob sich nicht ein Besserer (Lieferant) findet, dann sollten Sie auch unbedingt noch unser Whitepaper „10 Vorteile, warum Sie einen neuen Lieferanten an Bord holen sollten“ lesen. Darin erfahren Sie, wie sehr viel einfacher und glücklicher Ihre Beziehung zu einem Lieferanten sein könnte.

Auch unsere Kollegin Vanessa Raab kann Ihnen aus Ihrer Erfahrung als Sales Managerin Fahrzeugintegration in einem Dienstleistungsbetrieb von ihrer Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Lieferanten viele Fragen beantworten, die Sie sich jetzt wahrscheinlich stellen.

 

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